Hier hatte es nun zum ersten Mal unter 20 Grad am Morgen, und ich hab mir eine lange(!) Hose zum Gassigehen angezogen. Hach wie aufregend! Ich möchte eigentlich den ganzen Tag im Garten liegen, auf die Palmen schauen, den Vögeln zuhören, lesen und mir ab und zu ein Bier holen. Leider geht das nicht, noch nicht, aber immerhin sind wir jetzt im Projekt nach mehreren hart durchgearbeiteten Wochenenden runter auf eine erträgliche Sechstagewoche. Die kritischste Phase ist durch, die Kiste läuft.
Mit unseren diversen Besuchern aus Deutschland waren wir in der Wüste unterwegs, mal zum kurzen Picknick, mal zum Camping für eine Nacht. Dabei haben wir eine Drohne und deren Tracking-Funktion ausprobiert. Ein Zweiminutenclip:
Sie bleibt recht ordentlich an Personen und Objekten dran (weißer Jeep im Film), lässt sich aber leicht verschaukeln, wenn man unter sie durchfährt. Das geht ihr zu schnell, sie verliert die Spur und ist verwirrt. Trotzdem ist es fantastisch, was heutige Hobbydrohnen alles können.
Letzte Woche hatten wir in der Sweyhan-Wüste in der Nähe von Al Ain unser Lager aufgeschlagen, nur um festzustellen, dass wir in der Nähe einer großen Spaßdüne keine Ruhe haben würden. Dauernd kamen Locals mit ihren aufgebohrten Nissans und Toyotas vorbei. Der neueste Schrei: Motordrachen. Tja, die Wüste lebt. Das war letztes Jahr deutlich ruhiger dort (siehe hier).
Für Nostalgiker noch ein Fundstück aus den Siebzigern. Damals ist der Dubai Road Express zwischen Norwegen und Dubai gependelt, obwohl es zwischen Doha und Dubai noch nicht mal eine Straße gab. Mit einem Zwölftonner möchte ich da wirklich nicht steckenbleiben (Minute 34). Schön aber, wie unaufgeregt der Filmschnitt ist, und wie wenig Gequatsche zu hören ist. Würde ein typischer Millennial keine fünf Minuten aushalten heutzutage.
Das Wetter ist mal wieder traumhaft schön im November, und da geht nichts über einen geglückten Start in die neue Offroad-Saison mit meinem geliebten Jeep Cherokee XJ. Also das genaue Gegenteil von dem hier:
Autsch! Da kamen erstmal alle Mechaniker in meiner kleinen Jeep-Werkstatt zusammen und haben gestaunt, dass sowas überhaupt möglich ist. Und das ging so: Letzten Freitag haben wir uns zu einem Picknick mit kurzer Anfahrt in der Wüste verabredet. Der Tag stand schon unter keinem guten Stern: Es war Sandsturm, die Damen haben uns den Vogel gezeigt und sich gleich wieder nach Hause zum Kaffeekränzchen im Garten aufgemacht.
Wir Männer wollten uns den Spaß freilich nicht nehmen lassen. Keine 100 Meter von der Straße entfernt hat die Mühle vor mir - der Wrangler, der gerne mal liegenbleibt - an der ersten Düne schlappgemacht und mich zum Halten gezwungen, und zwar in einem butterweichem Sandloch. Da ging erstmal nichts mehr. Mein Kollege kam pronto mit seinem neuen Wrangler Rubicon zu Hilfe, hat vorne das Bergeseil eingehängt, Anlauf genommen, die Kraft seines neuen Spielzeugs unter- sowie die Dehnungsfähigkeit des Seils überschätzt und mir - PENG - den vorderen Abschlepphaken abgerissen. Der kam dann mitsamt dem schweren Schäkel in vollendetem Parabelflug auf seine Windschutzscheibe zugeflogen und schlug knapp neben dem Wagen ein.
Aber macht nichts, gibt ja noch was hinten, das man kaputt machen kann. Den Rest der Geschichte kann sich jeder denken: Das Seil hinten eingehängt, Anlauf genommen, die Kraft... ja genau! Mann, hat das einen Rumms getan. Zu seiner Verteidigung: Den Rostfaktor meines Jeeps konnte er nicht ahnen, und ein Umstieg von einem schweren Landrover auf den Rubicon muss man halt üben. Jetzt haben wir aber genug geübt. Zum Trost: Gute gebrauchte Cherokee-Teile sind hier ultrapreiswert.
Auf dem Weg zu selbiger Werkstatt im Industrieviertel Al Quoz hatte ich dann noch eine Halluzination: Am Straßenrand stand Batmans Batmobil, der Tumbler aus The Dark Knight und wartete darauf, mal gewaschen zu werden.
Wenn man glaubt, schon alle automobilen Verrücktheiten in Dubai gesehen zu haben... denn zugelassen wird praktisch alles, was Lichter und Bremsen hat, so auch dieses Ding. Die Geschichte dazu hat mir Phirouz, der Werkstattchef, erzählt: Ein kleiner Scheich hatte eine Menge Dollar übrig und sich das Ding, eine schnöde Replika, aus USA kommen lassen. Hiesige Auktionen fanden - welch Überraschung - keinen Käufer. Als eine Reparatur fällig war, brachte der Besitzer es nach Al Quoz, war aber so unvorsichtig, die Kosten nicht vorher erfragt zu haben. Die Werkstatt - wir sind halt in Arabien - hat ihm eine saftige Rechnung für ein paar Kleinigkeiten ausgestellt, deren Zahlung der Besitzer nun verweigert. So stehen sich zwei Sturköpfe gegenüber, und solange keiner nachgibt (Gesichtsverlust, Mannesehre und so), wird das Monster noch einige Monate länger demonstrativ am Straßenrand stehen.
Zum Schluss noch ein Bilderrätsel mit unserem Mannschaftsbus von der Baustelle. Finde den Fehler:
Womit ich früh um sechs beim Gassigehen mit Sammy am allerwenigsten gerechnet hätte, ist, einem Wüstenfuchs zu begegnen. Ein schönes, scheues und trotzdem stinkeneugieriges Exemplar, dem es hier bei uns offensichtlich gefällt.
Er hat sogar einen Buddy mitgebracht, manchmal sieht man sie zu zweit. Wir lieben sie, sie sehen gesund aus und tun niemanden etwas. Aber trotzdem brach natürlich bei den Desperate Housewifes der lokalen Facebookgruppe wieder Panik aus. Dummheit stirbt eben nicht aus.
Niedlich anzusehen sind zudem die Familien von Sandgrouses, die in der Nachbarschaft umherziehen. Das ist sozusagen die hiesige Version von Rebhühnern. Flugfähig, vermutlich wohlschmeckend, stehen hier aber nicht auf der Speisekarte - es sei denn auf der vom Fuchs. Danke für das Bild, Eberhard.
Außerdem sind wir jetzt Gastgeber für ein kleines Bienenvolk, das sich gut geschützt inmitten der dornigen Bougainvillea eingerichtet hat und dort seinen Geschäften nachgeht.
Es handelt sich hier um Apis florea, der Zwerghonigbiene. Friedfertig und nützlich, aber nicht domestizierbar. Aus meiner Zweitkarriere als Imker wird also erstmal nichts. Bei der Gelegenheit habe ich gelernt, dass in den UAE die Bienenzucht trotz aller klimatischen Schwierigkeiten ein großes Hobby ist. Das bestätigen auch die Bienenkästen, die man beim Wandern in den Bergen häufig sieht.
Wenn wir schon bei der Tierwelt sind: Hier ein Bild von der Schlange bei ihrer Abendgymnastik. Sie ist nun ausgewachsen, circa einen Meter lang, kriegt ihre wöchentliche Tiefkühlkost (drei Babyratten), macht keinen Ärger und hat dafür ein neues Terrarium bekommen, in dem sie sich schön strecken kann.
Ganz anders bei Tommy dem Kater. Macht daheim einen auf Schmusekatze und prügelt sich draußen mit allen Revierkonkurrenten bis aufs Blut. Hoffentlich lässt er die Füchse in Ruhe, verdammter Psycho! Als ich neulich mal wieder eine vierstellige Rechnung begleichen musste, hatte sogar der Tierarzt Mitleid und vorgeschlagen, Antidepressiva zu geben, da das die Aggressionen hemmt. Immer her damit, hab ich gesagt, ich nehm gleich eine. Aber er hatte die Katze gemeint...
Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll, denn er ist etwas persönlich. Aber ich dachte mir, wenn man schon ein Blog über seine Erlebnisse in Dubai führt, dann gehört sowas eben auch dazu.
Wir machen jedes Jahr brav unseren Check-Up bei Dr. Chris in Sharjah und sind immer froh, wenn der Ultraschall freie Arterien und eine schöne spitze(!) Leber zeigt, und ansonsten nichts, was da nicht hingehört. Dass das freilich keine Garantie ist, zeigte sich drastisch, als einer von uns eines Nachts mit bösen Unterleibsschmerzen aufwachte und in einem Krankenhausbett endete, nach vielen Stunden Tests und Scans und Warten auf den nächsten Schritt.
Die möglichen Ursachen wurden auf der Basis ihrer Wahrscheinlichkeit der Reihe nach ausgeschlossen. Die "am wenigsten schlechten" Diagnosen konnten ziemlich schnell verworfen werden - bis ein Darmtumor ganz oben auf der Liste stand! Dann war Wochenende, eine Koloskopie wurde erst am übernächsten Tag anberaumt. Dann ENDLICH das Ergebnis: Negativ. Noch mal Glück gehabt! Da macht sogar der Ungläubige drei Kreuzzeichen, wenn auch nur innerlich. Ganz ehrlich, diese zwei Tage Mit-dem-Schlimmsten-rechnen muss ich nicht nochmal haben!
Letztlich hat es sich als etwas relativ Harmloses, vorwiegend Lästiges herausgestellt, das man managen kann. Es hat mit dem Älterwerden zu tun - Getting old sucks, verdammte Scheiße! - und mit unordentlich verlegten Eingeweiden. Man müsste da vielleicht mal aufräumen... Tja, die Einschläge kommen eben näher, bis einer irgendwann mal trifft!
So sind wir also zu unserer ersten echten Krankenhauserfahrung in Dubai gekommen. Vom unschönen Anlass abgesehen war dies eine sehr positive Erfahrung. Die Ärzte kommen aus aller Welt, das vorwiegend asiatische Pflege- und Verwaltungspersonal ist gut geschult. Ausrüstung, Vorgehensweise und Kommunikation waren effizient, professionell und logisch.
Das Krankenhaus ähnelt eher einem Hotel der Oberklasse. Es gibt nur Einzelzimmer der luxuriösen Art, siehe Bild, mit Sofa, Sessel, Schreibtisch, Kühlschrank, Safe, TV wie in jedem anständigen Hotel. Und natürlich kostenloses, Netflix-taugliches WiFi. Der Unterschied ist nur, dass man nicht selbst eingecheckt hat, sondern vom Schicksal eingecheckt wurde.
Im Hintergrund wartete der Landy, unser Arbeitspferd, auf den alljährlichen TÜV, während mir auf dem Weg zum VIP-Schalter (man gönnt sich ja sonst nichts) diese neuen Frauenparkplätze ins Auge stachen. Was sagt die Feministinnen-Fraktion hierzu? Zur Beruhigung: Sie sind NICHT breiter als die anderen.
Frauen = Mädchen = Barbie = Pink, klaro, und stichfest bewiesen durch Stern und Bunte. Dazu schön passend die knallrosa Schilder und Bordsteine. Design in letzter Konsequenz, das kann ich mir auch gut in den grauen deutschen Parkhäusern vorstellen, zusammen mit ein paar Männerparkplätzen in hellblau.
Die andere pink-rosa Kuriosität hier in Dubai sind die Frauentaxis. Die gibt es seit gut zehn Jahren und haben - sorry to say - nicht den besten Ruf, was Fahrkünste und Navigation angeht. (...frage mich gerade, ob ihre linke Hand echt ist...)
Ich kann nicht anders, als das Klischee zu bedienen: Vor einigen Jahren stand ich wegen einer Panne am Rand einer Autobahn, hinter mir die Wüste, vor mir die Skyline von Dubai. Ein Frauentaxi hielt an, Miss Lady Driver stieg aus und fragte mit sichtlicher Frustration, wo es denn nach Dubai ginge!
Wenn man mit dem Rockersöhnchen ins lokale Hard Rock Cafe geht... Erkennt jemand ein Muster? Naja, nächstes Jahr isser achtzehn, da darf er dann auf Wacken.
Die Kapelle war aber auch gut! The Distillers hatten ihren letzten Abend als Resident Band, also als eine von drei bis vier Hausbands, die dort regelmäßig jede Woche spielen. Der Gitarrist sah aus wie Dave Grohl und spielte folgerichtig auch gleich was von den Foo Fighters. Das Besondere: Alle bis auf den Drummer konnten in Lead Vocal Qualität singen. Ich persönlich fand den Bassisten am besten, logisch!
Heute befindet sich das Hard Rock im ultramodernen Stadtteil Festival City, wo es gut hinpasst. Unsereins Dubai-Veteranen wird sich noch etwas wehmütig an den alten Standort erinnern, entlang der Sheikh Zayed Road mitten in der damals noch fast unbebauten Wüste. Dort stand es 15 Jahre lang, bis es abgerissen wurde, um einem der neuen Wolkenkratzer Platz zu machen, der letztlich niemals kam. Diese eigentlich läppischen 15 Jahre bilden in dieser sich dauernd und irre schnell wandelnden Stadt durchaus ein Stück Geschichte, an das nun nichts mehr erinnert. Aber so ist das eben mit Dubai: Immer vorwärts, Zukunft schaffen!
In der Gegend um Shawka, dort wo die Wüste in eine steinige, savannenähnliche Landschaft übergeht und das Hajargebirge beginnt, kommt man sich manchmal vor wie auf dem Mond. Es gibt kaum Vegetation, dafür umso mehr Steine und felsige, kahle Berge. Diese extreme Kargheit, nur durchsetzt von einigen Plantagen und Dörfern, hat ihren ganz eigenen Reiz.
Man kann dort schöne Wanderungen oder auch Touren mit dem Mountainbike unternehmen, wenn man sich kühlere Jahreszeiten aussucht. Wir haben stattdessen die Autos genommen und sind in der Sommerhitze auf eine kleine Spritztour gegangen, durch steinige Wadis und hoch auf einen Berg über eine unbefestigte Serpentinenstraße. Nichts Spektakuläres, aber eine nette Abwechslung fürs Wochenende.
Zehn Wochen Sommerferien sind fast um, und wir sind wieder zurück in Dubai - auf ins sechste Jahr! Die Wüste ist immer noch wüst (und gerade recht heiß), aber wir haben ausreichend grüne Natur in Deutschland in uns aufgenommen, so dass es wieder für ein Jahr reicht.
Immerhin drei Wochen konnte ich freinehmen, zwei davon waren wir im Karwendel zum Ausruhen, Wandern und im See baden. Ja, gleicher Ort wie letztes Mal, nur diesmal bei bestem Wetter. Schön warm tagsüber, und abends angenehm kühl da oben auf 880 Metern.
Die folgenden Handybildchen zeigen, warum die Gegend von manchen Bayerisch Kanada genannt wird - genauso wie der Nationalpark Berchtesgaden und Teile des Bayerischen Walds. Bayerns Berge sind eben überall schön, gell!
Es gibt da übrigens eine sehenswerte Dokumentation über das Gebiet der Oberen Isar. Hier die Links für YouTube und ARD Mediathek.
In der Zwischenzeit ist hier in Dubai nicht viel passiert. Wir hatten sehr nette (und offenbar hitzefeste) Gäste, die während unserer Abwesenheit die Burg kühl gehalten haben - vielen Dank für die Schokolade und eure Gesellschaft!!!
Mit ca. 42 Grad ist es tagsüber nicht mal besonders heiß. Eine der Fächerpalmen im Garten trägt Früchte, tausende erbsengroße Samen, die unserem grünen Federvieh zu schmecken scheint. Dementsprechend groß ist der Andrang, aber das ist auch schon das Aufregendste, was während unserer Hundstage passiert.
So, der Koffer ist gepackt, morgen geht es nach Good Old Germany zum Urlaubmachen, endlich! Nach drei komplett ereignislosen aber arbeitsreichen Wochen alleine in der Burg - während die Restfamilie den Jahrhundertsommer in Europa genießt - wird es auch wirklich Zeit. Bis irgendwann.
Das Schuljahr liegt hinter uns, und auch dieses Mal schien die Zeit ein wenig schneller zu vergehen als davor. Aber wie sagt man so schön: Time flies when you're having fun. Und wenn schon nicht immer Fun, dann zumindest Action. Alle hier waren mit Arbeit und Schule mehr als ausgelastet, und so wird es für ein weiteres Jahr weitergehen, nunmehr schon das sechste.
Das es unterm Jahr nicht nur Arbeit gab, davon berichtet mein Blog. Besuche der Kinder und von Freunden brachten noch dazu Abwechslung - von Carls zweimonatigem Selbstversuch in einem deutschen Internat ganz zu schweigen. Dieses Experiment konnte nur erfolgreich enden, so oder so, entweder mit einem Erkenntnisgewinn für uns Eltern, oder für ihn.
Mein persönliches Highlight kam mit dem Abschlusskonzert der Deutschen Schule in Dubai, wo ich den Sidekick für unseren kleinen Gitarrengott abgeben durfte. Enjoy!
Was hatten wir für einen Spaß, den Saal zu rocken. Beim Papa kam noch eine Portion Stolz hinzu, auch Nostalgie. Es ist eine Schande, dass ich das Holz ein Vierteljahrhundert lang an der Wand hängen ließ. Dranbleiben hätte man sollen, auch wenn man nie und nimmer ein John Entwistle werden wird!
Nur zwei Tage vorher hatten wir beschlossen, das etwas dünne Programm mit einer kleinen Nummer aufzustocken. Unmöglich, in der kurzen Zeit einen Drummer oder gar Sänger(in) zu finden, doch dafür gibt es das Internet: Backing Tracks lassen sich fast nach Belieben zusammenstellen; in unserem Fall Gitarren und Bass raus, außerdem Gesang für Carl's Impro-Teil nach dem Solo, fertig ist der Sponti-Gig. Und dann noch YouTube, wo es für fast jedes populäre Stück Tutorials gibt, von Musikern für Musiker - einfach klasse! Früher hätte man einem aus UK oder US importierten, sauteuren Songbook hinterher jagen müssen, heute übt man online was und wie man möchte.
Ja, früher, viel früher. Fast hätte ich "zu meiner Zeit" geschrieben, aber das ist Bullshit, denn es ist immer "deine Zeit" und nie zu spät. Die Kraft der Musik ist ein Teil des Lebens, Musik spielt immer eine Rolle. Selbst Musik zu machen ist bereichernd, egal auf welchem Amateurniveau. Conny macht es beruflich (hier hat sie gerade ihren Grundschulchor im Griff), zudem spielt jeder von uns ein Instrument. In manchen Zeiten mehr, in anderen weniger, aber es wird immer da sein.
In unserem Multikulti-Dubai wird hierzu von privaten Musikschulen alles angeboten, was es an Instrumenten auf der Welt gibt. Wir sind seit langem Stammkunden des Centre for Musical Arts, wo wir für Cello, Flöte, Gitarre, Gesang und Band schon viele Dirhams gelassen haben. Dafür bekommt man professionellen Unterricht, Auftrittsmöglichkeiten, und die Teilname an ungewöhnlichen, durchaus hochkarätigen Workshops. Die Schule lässt dazu ab und an renommierte Berufsmusiker einfliegen, die dann einen Tag oder ein Wochenende mit den Schülern Projektarbeit machen und diese mit einem Konzert abschließen. Ein Beispiel: Ein Querflötist des Singapur Symphonieorchesters war mal zu Gast, der bei Johanna sichtlich Eindruck und frische Motivation hinterlassen hat. Beim Auftritt am Schluss des Workshops war es eine Überraschung zu hören, welches Niveau an solch einem intensiven Wochenende erreicht werden kann, wenn ein Profi seine Kunst direkt vermitteln darf.
So haben wir im Laufe der Zeit eine Vielzahl kleinerer Konzerte nicht nur gesehen, sondern auch gestaltet und manchmal sogar organisiert. Man sieht: Ein kulturell aktives Leben ist auch in unserer großen Glitzerstadt möglich.