Im Hintergrund wartete der Landy, unser Arbeitspferd, auf den alljährlichen TÜV, während mir auf dem Weg zum VIP-Schalter (man gönnt sich ja sonst nichts) diese neuen Frauenparkplätze ins Auge stachen. Was sagt die Feministinnen-Fraktion hierzu? Zur Beruhigung: Sie sind NICHT breiter als die anderen.
Frauen = Mädchen = Barbie = Pink, klaro, und stichfest bewiesen durch Stern und Bunte. Dazu schön passend die knallrosa Schilder und Bordsteine. Design in letzter Konsequenz, das kann ich mir auch gut in den grauen deutschen Parkhäusern vorstellen, zusammen mit ein paar Männerparkplätzen in hellblau.
Die andere pink-rosa Kuriosität hier in Dubai sind die Frauentaxis. Die gibt es seit gut zehn Jahren und haben - sorry to say - nicht den besten Ruf, was Fahrkünste und Navigation angeht. (...frage mich gerade, ob ihre linke Hand echt ist...)
Ich kann nicht anders, als das Klischee zu bedienen: Vor einigen Jahren stand ich wegen einer Panne am Rand einer Autobahn, hinter mir die Wüste, vor mir die Skyline von Dubai. Ein Frauentaxi hielt an, Miss Lady Driver stieg aus und fragte mit sichtlicher Frustration, wo es denn nach Dubai ginge!
Wenn man mit dem Rockersöhnchen ins lokale Hard Rock Cafe geht... Erkennt jemand ein Muster? Naja, nächstes Jahr isser achtzehn, da darf er dann auf Wacken.
Die Kapelle war aber auch gut! The Distillers hatten ihren letzten Abend als Resident Band, also als eine von drei bis vier Hausbands, die dort regelmäßig jede Woche spielen. Der Gitarrist sah aus wie Dave Grohl und spielte folgerichtig auch gleich was von den Foo Fighters. Das Besondere: Alle bis auf den Drummer konnten in Lead Vocal Qualität singen. Ich persönlich fand den Bassisten am besten, logisch!
Heute befindet sich das Hard Rock im ultramodernen Stadtteil Festival City, wo es gut hinpasst. Unsereins Dubai-Veteranen wird sich noch etwas wehmütig an den alten Standort erinnern, entlang der Sheikh Zayed Road mitten in der damals noch fast unbebauten Wüste. Dort stand es 15 Jahre lang, bis es abgerissen wurde, um einem der neuen Wolkenkratzer Platz zu machen, der letztlich niemals kam. Diese eigentlich läppischen 15 Jahre bilden in dieser sich dauernd und irre schnell wandelnden Stadt durchaus ein Stück Geschichte, an das nun nichts mehr erinnert. Aber so ist das eben mit Dubai: Immer vorwärts, Zukunft schaffen!
In der Gegend um Shawka, dort wo die Wüste in eine steinige, savannenähnliche Landschaft übergeht und das Hajargebirge beginnt, kommt man sich manchmal vor wie auf dem Mond. Es gibt kaum Vegetation, dafür umso mehr Steine und felsige, kahle Berge. Diese extreme Kargheit, nur durchsetzt von einigen Plantagen und Dörfern, hat ihren ganz eigenen Reiz.
Man kann dort schöne Wanderungen oder auch Touren mit dem Mountainbike unternehmen, wenn man sich kühlere Jahreszeiten aussucht. Wir haben stattdessen die Autos genommen und sind in der Sommerhitze auf eine kleine Spritztour gegangen, durch steinige Wadis und hoch auf einen Berg über eine unbefestigte Serpentinenstraße. Nichts Spektakuläres, aber eine nette Abwechslung fürs Wochenende.
Zehn Wochen Sommerferien sind fast um, und wir sind wieder zurück in Dubai - auf ins sechste Jahr! Die Wüste ist immer noch wüst (und gerade recht heiß), aber wir haben ausreichend grüne Natur in Deutschland in uns aufgenommen, so dass es wieder für ein Jahr reicht.
Immerhin drei Wochen konnte ich freinehmen, zwei davon waren wir im Karwendel zum Ausruhen, Wandern und im See baden. Ja, gleicher Ort wie letztes Mal, nur diesmal bei bestem Wetter. Schön warm tagsüber, und abends angenehm kühl da oben auf 880 Metern.
Die folgenden Handybildchen zeigen, warum die Gegend von manchen Bayerisch Kanada genannt wird - genauso wie der Nationalpark Berchtesgaden und Teile des Bayerischen Walds. Bayerns Berge sind eben überall schön, gell!
Es gibt da übrigens eine sehenswerte Dokumentation über das Gebiet der Oberen Isar. Hier die Links für YouTube und ARD Mediathek.
In der Zwischenzeit ist hier in Dubai nicht viel passiert. Wir hatten sehr nette (und offenbar hitzefeste) Gäste, die während unserer Abwesenheit die Burg kühl gehalten haben - vielen Dank für die Schokolade und eure Gesellschaft!!!
Mit ca. 42 Grad ist es tagsüber nicht mal besonders heiß. Eine der Fächerpalmen im Garten trägt Früchte, tausende erbsengroße Samen, die unserem grünen Federvieh zu schmecken scheint. Dementsprechend groß ist der Andrang, aber das ist auch schon das Aufregendste, was während unserer Hundstage passiert.
So, der Koffer ist gepackt, morgen geht es nach Good Old Germany zum Urlaubmachen, endlich! Nach drei komplett ereignislosen aber arbeitsreichen Wochen alleine in der Burg - während die Restfamilie den Jahrhundertsommer in Europa genießt - wird es auch wirklich Zeit. Bis irgendwann.
Das Schuljahr liegt hinter uns, und auch dieses Mal schien die Zeit ein wenig schneller zu vergehen als davor. Aber wie sagt man so schön: Time flies when you're having fun. Und wenn schon nicht immer Fun, dann zumindest Action. Alle hier waren mit Arbeit und Schule mehr als ausgelastet, und so wird es für ein weiteres Jahr weitergehen, nunmehr schon das sechste.
Das es unterm Jahr nicht nur Arbeit gab, davon berichtet mein Blog. Besuche der Kinder und von Freunden brachten noch dazu Abwechslung - von Carls zweimonatigem Selbstversuch in einem deutschen Internat ganz zu schweigen. Dieses Experiment konnte nur erfolgreich enden, so oder so, entweder mit einem Erkenntnisgewinn für uns Eltern, oder für ihn.
Mein persönliches Highlight kam mit dem Abschlusskonzert der Deutschen Schule in Dubai, wo ich den Sidekick für unseren kleinen Gitarrengott abgeben durfte. Enjoy!
Was hatten wir für einen Spaß, den Saal zu rocken. Beim Papa kam noch eine Portion Stolz hinzu, auch Nostalgie. Es ist eine Schande, dass ich das Holz ein Vierteljahrhundert lang an der Wand hängen ließ. Dranbleiben hätte man sollen, auch wenn man nie und nimmer ein John Entwistle werden wird!
Nur zwei Tage vorher hatten wir beschlossen, das etwas dünne Programm mit einer kleinen Nummer aufzustocken. Unmöglich, in der kurzen Zeit einen Drummer oder gar Sänger(in) zu finden, doch dafür gibt es das Internet: Backing Tracks lassen sich fast nach Belieben zusammenstellen; in unserem Fall Gitarren und Bass raus, außerdem Gesang für Carl's Impro-Teil nach dem Solo, fertig ist der Sponti-Gig. Und dann noch YouTube, wo es für fast jedes populäre Stück Tutorials gibt, von Musikern für Musiker - einfach klasse! Früher hätte man einem aus UK oder US importierten, sauteuren Songbook hinterher jagen müssen, heute übt man online was und wie man möchte.
Ja, früher, viel früher. Fast hätte ich "zu meiner Zeit" geschrieben, aber das ist Bullshit, denn es ist immer "deine Zeit" und nie zu spät. Die Kraft der Musik ist ein Teil des Lebens, Musik spielt immer eine Rolle. Selbst Musik zu machen ist bereichernd, egal auf welchem Amateurniveau. Conny macht es beruflich (hier hat sie gerade ihren Grundschulchor im Griff), zudem spielt jeder von uns ein Instrument. In manchen Zeiten mehr, in anderen weniger, aber es wird immer da sein.
In unserem Multikulti-Dubai wird hierzu von privaten Musikschulen alles angeboten, was es an Instrumenten auf der Welt gibt. Wir sind seit langem Stammkunden des Centre for Musical Arts, wo wir für Cello, Flöte, Gitarre, Gesang und Band schon viele Dirhams gelassen haben. Dafür bekommt man professionellen Unterricht, Auftrittsmöglichkeiten, und die Teilname an ungewöhnlichen, durchaus hochkarätigen Workshops. Die Schule lässt dazu ab und an renommierte Berufsmusiker einfliegen, die dann einen Tag oder ein Wochenende mit den Schülern Projektarbeit machen und diese mit einem Konzert abschließen. Ein Beispiel: Ein Querflötist des Singapur Symphonieorchesters war mal zu Gast, der bei Johanna sichtlich Eindruck und frische Motivation hinterlassen hat. Beim Auftritt am Schluss des Workshops war es eine Überraschung zu hören, welches Niveau an solch einem intensiven Wochenende erreicht werden kann, wenn ein Profi seine Kunst direkt vermitteln darf.
So haben wir im Laufe der Zeit eine Vielzahl kleinerer Konzerte nicht nur gesehen, sondern auch gestaltet und manchmal sogar organisiert. Man sieht: Ein kulturell aktives Leben ist auch in unserer großen Glitzerstadt möglich.
Die Pergola vor dem Eingang zur Garage ist beliebt bei denjenigen Nestbauern, die auf ein hängendes Nest bestehen und keine Mühe scheuen, ein solches mit großer Kunstfertigkeit zu errichten. Faszinierend! Der dauernde Publikumsverkehr stört sie dabei überhaupt nicht.
Unsere diesjährige Vogelfamilie hatte mit Erfolg ihre zwei Kleinen ausgebrütet und war im Dauereinsatz, um Futter beizubringen. Ein kleines Drama in zwei Akten begann mit einem stürmischen Tag, an dem das Nest mit den Küken herunterfiel. Zum Glück war ich schneller als die Katzen der Nachbarschaft. Mit Hilfe dreier Kabelbinder konnte die Sache schnell behoben werden, während die Eltern im Baum daneben alles voller Sorge und mit lautem Protestgezwitscher beobachteten. Das legte sich jedoch schnell, und es wurde weitergefüttert.
Tage später im zweiten Akt aber brach der Nestboden auf. Das eine Küken hielt sich noch mit den Flügeln panisch irgendwie fest, doch vom anderen war nichts mehr zu sehen. Ausgleich für die Katzen! Immerhin, unsere war's nicht, die hatte nämlich Hausarrest. Natürlich gelang es MacGyver auch diesmal, die Situation zu retten, und zwar mit Watte und breitem Klebeband. Dem überlebendem Jungtier geht es nach all der Aufregung prächtig. Schade nur um das andere.
Unten im Video eine knappe Minute Vogelbeobachtung. In der ersten Szene sieht man das tiefblaue, fast nachtschwarze Männchen, wie es erst füttert und dann die Reparatur begutachtet und absegnet. Im zweiten und dritten Teil kommt die Mama und zupft an meinem Klebeband rum - wahrscheinlich war es ihr zu unordentlich.
Aufgenommen mit 100 fps, daher die niedrige Auflösung, dann verlangsamt um Faktor 4 für die ersten beiden Teile. Der dritte Teil zeigt Originalgeschwindigkeit - zu schnell für das menschliche Auge (außer für MacGyver ... und Chuck Norris natürlich.)
Übrigens: Den grünen Piepmatz von unserer ersten Vogelrettung habe ich in eine angesehene Tierklinik gebracht, wo auch die Locals ihre Falken pflegen lassen. Gegen eine kleine Spende adoptieren die Mitarbeiter solche Tiere kurzzeitig, bis sie freigelassen werden können. Eine feine Sache. Ich habe den kleinen Scheißer danach tatsächlich etwas vermisst...
Ein geklautes Bild gleich vorneweg: Die schöne QE2 hat nun endlich festgemacht bei uns am alten Kreuzfahrtterminal und startet gerade in ihr zweites Leben als Hotel der eher ungewöhnlichen Art.
Die Queen Elizabeth 2, kurz QE2 - man erinnert sich an das gleichnamige Album von Mike Oldfield - hatte ihren Stapellauf im September 1967 und ist damit genau drei Wochen jünger als ich. Sie ist eine Ikone der Transatlantikroute, und ihre Eleganz macht Lust, die Strecke mal mit einem Schiff statt wie üblich im engen Flieger zu bewältigen.
Kurzer Exkurs in die Geschichte: Die QE2 ist die Nachfolgerin der beiden größeren Dampfer RMS Queen Elisabeth und RMS Queen Mary aus der Zeit vor den schnellen Flugzeugen. Nach 35 Jahren im Transatlantik-Liniendienst, als Kreuzfahrt- und auch als Kriegsschiff wurde sie 2004 von der doppelt so großen QM2 abgelöst, die man heute regelmäßig z.B. in Hamburg bewundern kann. Die alte QE1 fand ihr tragisches Ende 1972 im Hafen von Hongkong, während die QM1 heute in Long Beach als Hotel- und Museumsschiff weiterlebt.
Der Kaufpreis der QM1 lag 1967 bei schlappen 1,23 Millionen Pfund. Inflationsbereinigt waren das im Jahr 2008 ca. 10 Millionen USD. Dubai hat im selben Jahr für die QE2 das Zehnfache hingelegt, 100 Mio USD - ein perfekter Ausdruck der damaligen Was-kostet-die-Welt-Mentalität der Scheichs vor der Krise. Danach lag das Projekt auf Eis, zeitweilig wurde über eine jährliche Vermietung für 1 Mio USD nach Asien verhandelt, mit späterer Kaufoption für 35 Mios - die reine Verzweiflung, so scheint's.
Letztlich blieb man wohl auf ihr sitzen und hat nun, Augen zu und durch, die Umwandlung in ein Hotel abgeschlossen. Aber nicht, ohne nochmal den Kaufpreis in die Renovierung zu stecken. Wahnsinn. Ob die Sache sich bei den 224 Zimmern jemals rechnen wird? Bei der QM1 in Long Beach sind nun weitere 300 Mio USD fällig, damit der Kahn nicht absäuft. Das wären allein 6 Mio pro Jahr an Preventive Maintenance (hätte man sie denn gemacht). Bei sehr guter Belegung müsste jedes Zimmer der QE2 allein dafür täglich 100 USD einbringen, nur für die Wartung! Klare Antwort: No freaking way! Aber darum geht es ja nicht unbedingt, sondern, siehe Burj Al Arab, um die Symbolik und den Marketingeffekt.
Im Schiff wird noch fleißig an den Details gearbeitet. Noch sind nicht alle Restaurants eröffnet, und daher gibt es einen Residents Discount fürs Hotel. Man kann auch einfach so mal aufs Schiff und sich frei umsehen. Das haben wir kürzlich an einem heißen und schwülen Abend getan und ein paar Bilder mitgebracht. Ohne Zweifel, die Sechziger Jahre hatten Stil.
Majestätisch liegt sie da.
Das ist ein bisschen wie im Titanic-Film.
Bar mit Konzertbühne
Der Charme vergangener Zeiten
Ein Casino für die Amis aus New York
Das kleine aber feine Theater
Ein Restaurant, noch nicht geöffnet.
Hauptgang mit Wachposten
Der große Ballsaal
Die kreisrunde "Midship Lobby Area"
Sorgsam restauriertes Treppenhaus
Eine Einkaufsmeile wird es auch geben.
Das alte Kreuzfahrtterminal wurde für die QE2 aufgemöbelt und dient nun als Hotelrezeption und kleines Schifffahrtsmuseum. Dort steht auch eine virtuelle Brücke mit dem original Steuerrad. Erstaunlich klein für die Größe des Dampfers.
Den Ramadan haben wir nun fast geschafft. Die Arbeitszeiten sind gesetzlich verkürzt, doch den Terminplan auf meiner Baustelle juckt das freilich nicht die Bohne. Also haben wir die Teams in zwei Schichten á 6h eingeteilt - mit dem Ergebnis, dass wir Ungläubigen vom Project Management eher mehr als weniger arbeiten. Zum Ausgleich winkt mit dem Eid al Fitr ein langes Wochenende.
Streifen wir bei der Gelegenheit mal kurz das Thema Religionsfreiheit: Neulich bin ich in unserem lokalen Supermarkt, dem Choitrams, auf folgendes Regal zwischen Haarspray und Kondomen gestoßen. Wie man sieht, werden hier alle bedient, und zwar ganzjährig: Christen, Hindus, Buddhisten, und Muslims sowieso. Die dazugehörigen Tempel und Kirchen gibt es außerdem. Verfolgt braucht sich keiner fühlen (hier ein interessanter Artikel), missionieren sollte man allerdings auch nicht, sonst droht Ausweisung.
Natürlich gibt es immer wieder mal ein paar Idioten, die sich irgendwie daneben benehmen und sich so eine unehrenhafte Eintragung im Internet verdienen. Greift ein westliches Medium die Geschichte auf, wird sie oft garniert mit den üblichen Fake News über das Leben hier. Ein (un)schönes Beispiel ist die Story vom besoffenen Schotten, der sich mit einem Deutsch-Jordanier angelegt hat. Der Artikel dazu im Focus (Fakten, yeah right - aber die Welt ist auch nicht besser) gibt der Sache einen billigen Spin und behauptet, religiöse Symbole seien hier verboten. Falsch! Der Fisch klebt auf der Heckklappe und der Rosenkranz mit Kreuz baumelt am Rückspiegel - wer's braucht, kann's haben. Mehr Details vom Schotten stehen übrigens hier.
Themenwechsel ins Triviale: Viele Dinge hier erinnern mich an die USA - die weiten Straßen, die langen Distanzen, die Bedeutung des Autos, billiges Benzin, und auch die Sonne und die entspannte Lockerheit unter uns Expats. Ein weiterer Aspekt kommt mit diesem grellen Playmobil wohl hinzu. Ein Hauch von Sunset Boulevard und Beverly Hills in einem.
Oh süße Dekadenz! Aber wo eine Marktlücke, da auch ein Service. Ein Business ist schnell hochgezogen, es mag funktionieren, und manchmal auch nicht. Auch das ist sehr amerikanisch hier. Ich wünsche dem Hundedurchbürster viel Erfolg mit seiner Unternehmung. Es müsste ja genug Jumeirah Janes (lesen!) bei uns geben, die das terminlich zwischen Yoga und Pediküre noch hinkriegen.
Ansonsten: Keine besonderen Vorkommnisse! Zum Schluss noch einen schönen Gruß vom unserem Spontizwerg.
Es hat 40 Grad im Schatten, da tut Abkühlung not. Was liegt näher, als mit unseren großvolumigen Verbrenner-Dinosauriern mal eben durch den nächsten See zu pflügen und zu testen, ob der V8 wasserdicht ist und die in den Specs angegebene Wattiefe von 700 mm auch wirklich stimmt. Eine bessere Schnapsidee fürs Wochenende fiel uns eben nicht ein.
Einen Bericht über die Grundwasserseen in unserer Nachbarschaft gibt es bereits, siehe hier. Wir sind immer noch gerne und regelmäßig dort, wo Sammy meistens ein paar Kumpels trifft, mit denen er über Dünen und ins Wasser springen kann. Diesmal haben wir aber statt Hunde die Landys genommen. Ziel war es, deren Fähigkeiten im Dreck und tiefen Wasser auszutesten, ohne gleich einen Motorschaden zu riskieren.
Fazit: Mit aktivierter Geländeuntersetzung schiebt sich der Discovery wie eine Dampfwalze durch die Fluten, ohne sich Probleme mit dem schlammigen Untergrund anmerken zu lassen. Auch die Türen haben dicht gehalten, nichts lief rein. Und neben dem Lerneffekt war das Ganze natürlich auch ein riesiger Spaß für das Kind im Manne. Fast wie früher mit dem Bonanzarad durch die Pfützen.
Jetzt hoffe ich nur, dass mein guter alter Disco bald vollständig austrocknet und dann aufhört, einen Weihnachtsbaum an Warnlampen auf dem Armaturenbrett anzuzeigen. Würde mich nicht wundern, wenn nach zehn Jahren im hiesigen Klima einige Kontakte oder Isolierungen angegriffen sind und deshalb die Sensoren spinnen. Aber es ist halt wie immer: No risk, no fun!