Mittwoch, 26. Februar 2014

Santana oder Stones?

Am letzten Wochenende hatten wir die Wahl zwischen Santana in Dubai oder den Stones in Abu Dhabi. Eine nicht ganz einfache Entscheidung. Den Zuschlag bekam Senior Carlos Santana, u.a. weil es eine kleinere Veranstaltung war, bei der die guten Tickets nicht gleich eine Privatinsolvenz nach sich zogen. Und die Stones spielen ja auch in 100 Jahren noch.

Santana war der Top Act zum Abschluss des einwöchigen Dubai Jazz Festivals. Der Mann ist fit wie damals in Woodstock - hey, Leute, wisst ihr noch? Oder ist das jetzt autoinduzierte Erinnerung - muss ich mal nachrechnen... Für Jimi Hendrix hätt' ich ja was gegeben, aber dann hab ich nicht mal Zappa und AC/DC auf die Reihe bekommen, als sie noch lebten. Manchmal ist man einfach zu träge...

Für die Mädels war es das erste große Live-Konzert, eine neue Erfahrung. Natürlich war es toll, keine Frage. Wir sollten das öfter machen. Hier mein gar nicht so schlechtes Bootleg:


Und noch Bilder:

Jazzmusiker auf Nebenbühnen

Gute Festivalatmosphäre

Vorgruppe: Die Dubai Drums

Dann endlich ging's los

Der Altmeister

Viel Percussion und Hammond Sound

Lange Gitarrensoli wie ich sie mag

Ein großes Ensemble

Offenbar hat es Spaß gemacht.

Nächstes Event: Slowhand am 6. März, ganz vorne dran.

Sonntag, 23. Februar 2014

Das Kamel der Woche

Heute ist unser lieber Besuch, Axel und Petra aus S.a.M., nach einer kurzen, aber gelungenen Woche wieder abgereist. Neben vielen Ausflügen in die Stadt, Wüste und Berge gab es auch einen "Attack of the Mutant Camels", wie immer natürlich auf die sehr liebevolle Art:


Nochmals vielen Dank für die Unmengen an Milka und original Schweiferder Wurschd, die ihr erfolgreich durch den Zoll gebracht habt!

Mittwoch, 19. Februar 2014

Happy Birthday, Lena!

Unser kleines Lenchen ist 17 Jahre alt geworden. Ich werd gleich schwer sentimental.

 
Moment mal, das ist das falsche Bild, oder?
 

Sonntag, 16. Februar 2014

Straßendesign

Ich hatte mal angedeutet, dass viele der Kreisel, die für ihre Nahtoderfahrungen bekannt waren, durch kreuzungsfreie Konstruktionen ersetzt worden sind. Diese sind sehr großzügig angelegt, denn man hat ja Platz in der Wüste. Die Autobahnen selbst haben vier bis sechs Spuren pro Richtung, und selbst mancher Fly-Over hat noch drei. Echte Spaghetti Bowls, wie man in den USA sagen würde. Unten ein solches Teil auf der Sheikh Zayed Road, aufgenommen von der Aussichtsplattform des Burj Khalifa. Der eine oder andere kennt es vielleicht aus Mission Impossible 4 mit Tom Cruise.

 
Das klassische Autobahnkreuz in Kleeblattform gibt es kaum. Stattdessen ist jedes anders und von oben geradezu anmutig anzuschauen. Fast wie arabische Kalligraphie. Hier die besten Exemplare:









Wer weiß, richtig kombiniert ergibt sich vielleicht ein Spruch in der hier üblichen blumigen Ausdrucksweise, wie z.B. "Wir werden bis zu den Knien im Blut der Ungläubigen waten." Ich vermute aber eher etwas wie "Wir werden ihnen den letzten Dollar aus der Tasche ziehen."

Freitag, 7. Februar 2014

Runter kommen sie alle!

Heute ein Bilderrätsel: Was fehlt hier? Genau, die Sicherung! Ein falscher Tritt nach hinten und Spiderman ist Geschichte. Jemand sollte ihm sagen, dass die graue Leine mit dem Karabiner an der rechten Seite seines Gurtzeugs keinen Fallschirm auslöst, sondern zum Einhaken da ist.


Neulich fotografiert von meinem Büro in Dubai, 11. Stock.

Sonntag, 2. Februar 2014

Grüne Wüste

Zuerst das Wetter: Gestern sonnig, 25 Grad, heute etwas Regen. Vermutlich der letzte in diesem Winter. Bald kommt der Frühling, der hier nur zwei bis drei Wochen dauert.

Die Regenzeit hat die Wüste erblühen lassen, und das haben wir uns vor ein paar Wochen mal angeschaut. Die Tour führte nach Fallaj Al Moalla, einem Dorf nördlich von hier in Richtung Ras Al Khaimah. Es war eine ruhige und schöne Tour durch eine malerische Landschaft. Picknick haben wir in einem kleinen Wäldchen von Ghaf-Bäumen gemacht. Viel waldiger wird's hier leider nicht:


Conny war für die Stunts zuständig

In jedem Ghaf Tree wohnt ein Ginn

Blühende Landschaften

Ein gepflegter Track

Sauber abrasiert von den Kamelen

Landschaft mit Plantage

Montag, 27. Januar 2014

Neulich beim Arzt

Vor einigen Tagen mussten wir wegen Carls Knie in die Röntgenpraxis. Dort an der Wand lief das passende Kinderprogramm: Der Exorzist.


Wenn es von der Untersuchung ablenken sollte, dann ist das sicherlich gelungen.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Mein Bruder Yusef

Südlich von Jebel Ali steht mitten in der Pampa eine Art Flach-Pyramide. Mit 140 Metern Kantenlänge und ca. 30 Metern Höhe könnte sie mit manchen in Ägypten mithalten, wenn sie denn ein bisschen älter wäre. Eine Rampe hat sie auch, ganz wie in Masada am Toten Meer.

Da es keine Tour ohne Stunt geben darf, wollte ich natürlich rauffahren, aber der am Fuß geparkte Wagen eines Einheimischen hat mich daran gehindert (außerdem Conny). Wir sind dann raufgehatscht und erlebten eine kleine Überraschung: Ein junger Falke saß angeleint auf einem Sockel. Gleich darauf stolperte ein kleiner Mann aus einem Erdloch und begrüßte uns freundlich.

Die Plattform oben auf der Pyramide ist also ein Falken-Trainingscamp. Der kleine Mann heißt Yusef und trainiert tagsüber Falken für die reicheren Scheichs. Falknerei für die Jagd ist ein großes Hobby im arabischen Raum, und freilich gibt es auch eine Falkenklinik in Abu Dhabi.

Yusef erzählte uns von seinen sechs Geschwistern, zwei Frauen und acht Kindern, machte den Mädels Komplimente und erklärte mich gleich zu seinem Bruder. Es war mir eine Ehre. Demnächst werde ich ihm ein bisschen Baklava vorbeibringen.


Jungfalke beim Training

Bruder Yusef und ich

Pyramide, Rampe, Familie

Biblische Wolken

Samstag, 18. Januar 2014

Sammy in the House

Das war wirklich nicht geplant, aber er ist ja soooo süß. Ungefähr ein halbes Jahr alt, mittelgroß, Mischung unbekannt. Der Kopf und die schwarze Schnauze lassen einen belgischen Schäferhund vermuten, und vielleicht war noch ein Retriever dabei. Lebhaft und aufgeweckt, bellt nicht, sabbert nicht, stinkt kaum, schläft durch.


Er hat jetzt bei uns Probezeit. Wir müssen abwarten, ob eine von Carls Allergien zuschlägt. In der Zwischenzeit lesen wir Erziehungsratgeber für Hunde.

Und so kam es: Der vorherige Halter (unbekannt) hatte plötzlich keine Lust mehr auf seine Hunde und hat alle zwölf (12!) bei der Municipality abgegeben. Diese hat einer lokalen Tierschutz-Organisation einen Tag Zeit gegeben, sie zu übernehmen, oder sie würden eingeschläfert werden. Die Tochter von Freunden arbeitet dort ehrenamtlich, hat sofort an uns gedacht und den Hund auch gleich mitgebracht. Wer kann da noch nein sagen?

Mittwoch, 15. Januar 2014

Wahre Volksnähe

Vorgestern hat unser Bestimmer His Highness Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, Vice President and Ruler of Dubai, der BBC eines seiner seltenen Interviews gegeben. Sein Englisch ist etwas holprig, aber seine direkten Antworten und die darin enthaltene persönliche Meinung ist schon erfrischend anders als die gestanzten Phrasen unsere deutschen Politikschauspieler.

Erhellender ist der Filmausschnitt, in dem er den BBC-Reporter in seinem Heimatviertel Bastakiya begrüßt (heute ein Freilichtmuseum mitten in Dubai) und sich dort ohne Bodyguard unter die Touris mischt.



Danach fährt er den Reporter im stadtbekannten weißen G63 AMG mit der Nummer 1 persönlich durch sein Dubai und erklärt seinen Regierungsstil - und was das ganze mit Twitter und seinen zwei Handys zu tun hat. Zuhören:


Ganz ehrlich, ich mag ihn und seine Nähe zum Volk, den Emiratis. Das mit dem Handy kann man ihm übrigens getrost glauben. Und echte Macht hat er auch, siehe hier: