Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wo duscht der Mann?

Wochenende! Gerade habe ich eine Gratis-Dose belgisches Bier reingekippt (Name "Luxus", Drehzahl 8.5%). Woher ich das Zeug habe, schreibe ich ein andermal. Auf jeden Fall bin ich gerade gut genug drauf, um endlich mal einen Flachwitz zum Unterschied der Geschlechter loszuwerden. 

Eigentlich ist es ein Quiz: Unten zwei Aufnahmen von zwei verschiedenen Duschen in unserem Haushalt. Eine gehört einer Teenagerin, die demnächst 18 wird, gerade Führerschein macht, einen Freund hat und auch sonst gut unterwegs ist. Die andere gehört einem Kerl. Welche ist welche?



Kleiner Tipp: Die weiße Tube ist eh leer, und das braune Handtuch stinkt. 

So, hab mir noch ne Dose aufemachd unn mach fei etzerdle Schluss midm Schreim weil die Dasdadur immer mehr verschwimmd, gell! 

Wer braucht schon ein Oktoberfest?

Samstag, 4. Oktober 2014

Lizenz zum Saufen

Wer hier arbeiten will, braucht ein Arbeitsvisum. Das bedeutet viel Papierkram, der bei der Berliner UAE-Botschaft beginnt und über diverse Übersetzungsbüros bei hiesigen Ministerien irgendwann endet. Seitdem weiß ich auch, was das Wort überbeglaubigen bedeutet. Kennt nicht jeder.

Am aufwendigsten war es aber, folgendes Plastikkärtchen zu ergattern. Das ist die Lizenz zum Saufen, mithin also nicht unbedeutend.


Auch Liquor License genannt, erlaubt sie mir, im eigenen Haus legal einen heben zu dürfen. Ansonsten ginge das nur in den Bars und Hotels, und auch das nur als Tourist. Als Resident hat man besser eine Lizenz. Das geht so:

Außer Visum, Labor Contract, Mietvertrag und die Quittung von der Kaution bei den "Stadtwerken" braucht es noch einen No-Objection-Letter vom Arbeitgeber, welcher bestätigt, dass a) der Mitarbeiter kein Moslem ist, und b) die Firma nichts dagegen hat, wenn man sich mal die Kante gibt. Mit all dem Kram dann nach Abu Dhabi, zu einem schamhaft verstecken Büro, das man praktisch nur mit GPS-Koordinaten findet. Dieses Büro macht nach ca. 6 Wochen Wartezeit ("We call you next week, no problem", ja ja...) einen weiteren No-Objection-Letter, der bestätigt, dass Abu Dhabi nichts dagegen hat, wenn ich in Dubai trinke. UAE steht für Ununited Arab Emirates, nicht wahr...

Also wieder nach Abu Dhabi gefahren, Brief abgeholt, und dann in Dubai beim MMI bzw. African & Eastern, den beiden offiziellen Ketten für Alk, ein Formular ausgefüllt, Passbilder angehängt etc. pp. Nur um von dem Angestellten zu erfahren, dass ich von damals (2008) noch im System bin und weder Passbilder noch die verd... Letters gebraucht hätte. Egal. Nach weiteren Wochen dann tatsächlich ein Anruf, und schon hat man das Kärtchen in der Hand. Na dann, Prost!

Freitag, 26. September 2014

Das ist mal 'ne Schnapszahl

Wer der Meinung ist, dass Amis keine guten Autos bauen können, hat einfach keine Ahnung. Hier der Beweis:


Acht mal um die Welt - Herzlichen Glückwunsch an Bulldog The Jeep! Auf zur nächsten Schnapszahl, jetzt mit neuem Automatikgetriebe. Kosten für den Austausch in Sharjah, dem Paradies für Autoteile: 1350 AED für Parts & Labour, keine 300 Euro. Beim Porsche wären da 6000 Euro fällig, allmächt!


In Tel Aviv hatte ich mal ein Taxi mit 760,000 km auf dem Tacho. Ein Toyota, was sonst. Da wird Bulldog wohl nicht mehr rankommen.

Sonntag, 21. September 2014

Total entspannt zum Fossil Rock

Am Freitag waren wir zum ersten Mal mit dem Offroad-Club Almost4x4 unterwegs, Richtung Fossil Rock. Mit dem Erwerb von Bulldog the Jeep war die Mitgliedschaft ja quasi verpflichtend. Ein Mitfahrer hat einen netten Clip dazu gebastelt.


Es war ein Anfänger-Trip ohne technische Schwierigkeiten, dafür sehr entspannend und gut geführt. Durch die sog. Marshals - Profis, die den Convoy anführen - lernt man auch einiges hinzu.

Mein Vordermann hat z.B. gelernt, dass sein Honda auf etliche Plastikteile am Unterboden verzichten kann ;-). Deswegen gibt es am Ende der Kolonne den Sweeper. Der sammelt nicht nur Leute ein, sondern auch alles, was von den Autos so runterfällt.

Dienstag, 16. September 2014

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts

Gerade noch strahlender Sonnenschein, dann plötzlich Sandsturm. Gut, wenn man noch im Büro ist.


Mittwoch, 10. September 2014

Nur ein Status-Update

Es ist Sauregurkenzeit, nichts passiert. Die Schule hat begonnen, alle sind beschäftigt. Lena ist im Endspurt zum IB-Abschluss, bei Johanna dräut das Personal Project. Bei Carl mussten wir einsehen, dass das IB-System nichts für ihn ist. Er geht nun auf die Deutsch-Internationale Schule und fühlt sich nun (hoffentlich) wohler. Dort hat Conny auch ihre Vollzeitstelle angetreten. Endlich hat sie wieder was zu tun. War ja nicht mehr auszuhalten!

Ansonsten: Das Kalifat ist (noch) weit weg, und bis zum Dritten Weltkrieg dauert es hoffentlich auch noch ein bisschen. Aber solange es in DE mit der Maut klappt, ist ja alles in Ordnung, gell! Meine Güte!

Jedenfalls macht Zeitung lesen dieser Tage echt keinen Spaß. Positive Meldungen finden sich nur weit abseits der Politik, wie zum Beispiel ein Artikel zur hiesigen Biodiversität. Ausschnitt:


Klasse, dachte ich, Schweinfurt ist in den UAE vertreten! Zwar nur pflanzlich, aber immerhin friedlich. Ein bisschen Research bei Google Books bringt dann aber den Scan eines Buches von 1866 aus der Harvard Bibliothek zutage, das als Namensgeber nicht die Stadt, sondern einen Prof. Dr. Schweinfurth ausweist. War also wieder nichts mit Schweinfurts Ruhm.

Sonntag, 31. August 2014

Grüne Green Community

Wir sind hier gerade sehr angetan vom relativ milden Sommer. Es ist seit einiger Zeit weder sonderlich schwül noch übermäßig heiß. Abends sieht man nun wieder mehr Leute draußen im Park.

Ach ja, genau: Gäste mit sportlichen Ambitionen sollten neben Schwimmsachen auch ihre Laufschuhe und Tennisschläger einpacken. In der Mitte unserer Community liegt ein großer Park, den man gut umjoggen kann. Je nach Route sind das bis zu 5 km, ohne einen Weg zweimal zu laufen. Neben den Pools ist der Park das Highlight unseres Kibbuz. Eingebettet sind Spielplätze sowie Courts für Tennis, Basketball und Beach-Volleyball. Die Bilder zeigen, warum die Green Community den Namen verdient hat.





Mittwoch, 27. August 2014

Mercedes-Werbung, UAE Style

Mal was anderes, trifft aber die Realität: Der gehobene Scheich in den besten Jahren fährt einen G63 AMG in weiß, basta. Steht die 1 auf dem Nummernschild, ist es zudem Der Chef. Er fährt selbst und braucht auch keine Leibwächter. Neulich stand er an der Ampel vor uns. Ich mag ihn, sagte ich ja schon.


Ein Männlein steht im Sande, ganz still und stumm...
Es hat aus lauter Bettzeug ein Mäntlein um... 

An dem Bild passen zwei Dinge nicht:
1. Im Sand fehlen die Fahrspuren. Die fielen wohl vom Himmel.
2. Mit dieser Sportbereifung kommt man da nicht hoch.
Eckart, erklär ihnen doch nochmal, wie man es richtig macht.

Freitag, 22. August 2014

Die indische Küche

Zurück im Büro, und ich stelle fest: Ich habe das indische Essen vermisst und freue mich schon auf die Mittagspause. Meine Kollegen vom Subkontinent bestellen täglich und essen dann gemeinsam - stilecht mit der Hand, was gelernt sein will. Ich bestelle mit und arbeite mich mehr oder weniger systematisch durch die Speisekarte. Im Unterschied zu den Kollegen brauche ich aber trotzdem a) Besteck und b) griffbereite Kleenex zum Schnäuzen. Vorteil: Es brennt nur einmal. Und es ist absolut authentisch, bei den vielen Indern und Pakistanis hier.

Unten im Bild das einfache, aber populäre "Lunch Veggie Meal" von Madras Masala in der Take-Away-Variante. Reis, Papadams, Linsen, Suppe, Kohl, Lassi, Masala mit Gemüse, und etwas unbekanntem scharfen. Ein Feuerwerk der Gewürze für ganze 8 Dirhams, also ca. 1,60 Euro. Und wenn es mal ein Chicken Tikka Masala beim besseren Inder sein soll (wegen der Fleischqualität), dann liegt es immer noch unter sechs Euro.


Was bin ich wieder trendig: Ich habe ein Bild von meinem Essen ins Internet gestellt und finde es nicht mal komisch... Mahlzeit!

Freitag, 15. August 2014

Zurück im Backofen

Was für eine Hitze hier. Für mich ist der Urlaub leider vorbei. Der Rest der Familie hat noch bis Ende August und kommt demnächst angeflogen. Sammy ist von seiner Gastfamilie zurück und hat sich kaum eingekriegt vor Wiedersehensfreude. Unser Camping in Istrien war sehr schön, wir haben nur gefaulenzt und fast nichts unternommen. Gibt ja auch nicht viel dort.


Mein geheimer Wunsch nach Regen wurde außerdem klar übererfüllt. Macht nichts mit einem guten und v.a. großen Zelt. In der Bildmitte ist unser schwarzer Chrysler zu erkennen, links daneben das Hauszelt mit mir im Liegestuhl davor. Typische Szene, nur unterbrochen von Schwimmen und Bier holen.