Samstag, 18. Januar 2014

Sammy in the House

Das war wirklich nicht geplant, aber er ist ja soooo süß. Ungefähr ein halbes Jahr alt, mittelgroß, Mischung unbekannt. Der Kopf und die schwarze Schnauze lassen einen belgischen Schäferhund vermuten, und vielleicht war noch ein Retriever dabei. Lebhaft und aufgeweckt, bellt nicht, sabbert nicht, stinkt kaum, schläft durch.


Er hat jetzt bei uns Probezeit. Wir müssen abwarten, ob eine von Carls Allergien zuschlägt. In der Zwischenzeit lesen wir Erziehungsratgeber für Hunde.

Und so kam es: Der vorherige Halter (unbekannt) hatte plötzlich keine Lust mehr auf seine Hunde und hat alle zwölf (12!) bei der Municipality abgegeben. Diese hat einer lokalen Tierschutz-Organisation einen Tag Zeit gegeben, sie zu übernehmen, oder sie würden eingeschläfert werden. Die Tochter von Freunden arbeitet dort ehrenamtlich, hat sofort an uns gedacht und den Hund auch gleich mitgebracht. Wer kann da noch nein sagen?

Mittwoch, 15. Januar 2014

Wahre Volksnähe

Vorgestern hat unser Bestimmer His Highness Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, Vice President and Ruler of Dubai, der BBC eines seiner seltenen Interviews gegeben. Sein Englisch ist etwas holprig, aber seine direkten Antworten und die darin enthaltene persönliche Meinung ist schon erfrischend anders als die gestanzten Phrasen unsere deutschen Politikschauspieler.

Erhellender ist der Filmausschnitt, in dem er den BBC-Reporter in seinem Heimatviertel Bastakiya begrüßt (heute ein Freilichtmuseum mitten in Dubai) und sich dort ohne Bodyguard unter die Touris mischt.



Danach fährt er den Reporter im stadtbekannten weißen G63 AMG mit der Nummer 1 persönlich durch sein Dubai und erklärt seinen Regierungsstil - und was das ganze mit Twitter und seinen zwei Handys zu tun hat. Zuhören:


Ganz ehrlich, ich mag ihn und seine Nähe zum Volk, den Emiratis. Das mit dem Handy kann man ihm übrigens getrost glauben. Und echte Macht hat er auch, siehe hier:



Sonntag, 12. Januar 2014

Ein Neuzugang

Nein, kein neuer Hund. Unsere Katze Kleopatra hat sich als junger Kater herausgestellt und vor ein paar Tagen sein verfressenes Brüderchen mitgebracht. Die zwei sind ein Team. Die Kinder haben sie nun Tommy und Johnny genannt.

 
Wer genau hinschaut, kann am linken Ohr die fehlende Spitze erkennen. Das ist hier das Zeichen, dass der Kater kastriert ist.
 
Im Übrigen gab es doch noch einen Feiertag, nämlich heute anlässlich des Geburtstags des Propheten - Peace be upon him (bzw. PBUH - wird immer mit dazugeschrieben). Es kommt ja wirklich nicht oft vor, aber das Wochenende war total verregnet.
 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Claymation Movie

Carl hatte mal wieder so eine Hausaufgabe für die ganze Familie bekommen. Diesmal sollte er ein Stop-Motion-Movie à la Wallace & Gromit produzieren, auch Claymation genannt. Das ganze ist eingebettet in eine sog. "Unit Question" für die 6. Klasse im Fach Computer Technology. Die Beantwortung dieser Question zieht sich dann mehrteilig übers Trimester hin.

Um zu verdeutlichen, wie das läuft, habe ich mal die Aufgabenstellung unten eingefügt. Unseren Blockbuster kann man sich dann am Ende des Beitrags anschauen. Wäre zu schade, dies der Welt vorzuenthalten.

The Unit question of Grade 6 CT project is “How can you make use of computer applications to educate your community about environmental issues?”. In CT, we cover six components of the design cycle:

A: Investigate – Students will investigate different ways in which computer technology can help to educate their community about environmental issues. A design brief will then be constructed with a clear statement of what the student is required to complete. A design specification will then be written which is a list of criteria that the intended project must be able to do. Students will also investigate current designs that are available commercially. These will give a good insight and some inspiration for their design ideas.

B: Design – Students will consider the components required and then create 2 different possible design solutions (story boards) as well as a final chosen solution. Once the final design is decided a template and small prototype will be created to showcase the idea.

C: Plan - Students will create action plan and use project management techniques to assist in the development of their project using a step by step plan, this will include instructions, assets needed and an estimated time for each step.

D: Create – Students will create their product. Students will be expected to use their final design idea and plan to help guide them through the creation process.

E: Evaluate – Students will reflect on each stage of the design cycle and write an evaluation commenting on the on-going nature of their design project. A final evaluation will also be written which comments of the success of the final solution when measured against the initial design specification.

F: Attitudes in Technology – Students will also be assessed in their attitudes in technology, which focus on the presentation of a design folder, their personal engagement during the project, and attitudes towards lesson participation, co-operation and respect for others.

Ich wäre mit so etwas eine Weile ausgelastet, von Carl ganz zu schweigen. Er hat's leicht genommen und zuerst mal das Thema ignoriert. Mit "Environment" hat sein Movie rein gar nix zu tun, außer im Abspann, wo wir uns einen Joke nicht verkneifen konnten.


Wer's nicht kennt: Die Figuren sind aus "Despicable Me", seinem momentanen Lieblingsfilm.

Samstag, 4. Januar 2014

Schluss mit Lustig

Die Ferien sind zu Ende, morgen beginnen Arbeit und Schule. Soweit wir wissen, gehen hier am 6. Januar die Sternsinger nicht von Tür zu Tür, also ist wohl auch kein Feiertag. Heute haben wir dafür nochmal eine schöne Zeit am Strand verbracht.


Manche tragen Bikini, andere ihren dicksten Pullover. Einige gehen schwimmen, viele eher nicht... Es hatte 28 Grad in der Sonne, das Wasser war erfrischend (sagen die, die drin waren).

Donnerstag, 2. Januar 2014

Neujahrsgrüße

Etwas verspätet wünschen wir allen ein gesundes neues Jahr 2014. Silvester hatten wir am Strand mit Freunden und Tausenden anderer Expats und Einheimischen verbracht. Ohne Alkohol, aber mit einem Weltrekord-Feuerwerk, das die halbe Küste erleuchtet und eingenebelt hat. Es war wirklich toll.

Teil 1: Am Burj Al Arab





...und ein Zeitungsartikel:


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Happy Holidays!

Die Schule ist vorbei, die Ferien sind da. Morgen fliegen wir für neun Tage nach Deutschland und hoffen, euch dort gesund und munter anzutreffen! Bis dahin wünschen wir allen erholsame Feiertage. Plätzchen braucht ihr keine für uns aufheben, aber ein Gutmann kühl stellen ginge in Ordnung.

Dubai Eins: Wie süß sie mal waren.

Dubai Reloaded: Nur der Plastikbaum ist noch derselbe.

Scheiß drauf! Ach ja, Frohes Fest!!!

Freitag, 13. Dezember 2013

Aus Israel wird Palästina

Auf den hier erhältlichen Landkarten ist Israel bereits verschwunden. Die Grenze zur Westbank ebenso. Ganz Israel heißt Palästina.


In Israel ist es schlicht umgekehrt: Das Palästinensische Staatsgebiet wird dort oft als Samaria & Judäa ausgewiesen.

So kann man sich die Welt zurechtwünschen, auf beiden Seiten.

Samstag, 7. Dezember 2013

Camping im Oman

Kurzer Reisebericht vom Campingtrip zum National Day: Wir hatten uns für ein nahes Ziel im Oman entschieden, nur ca. zwei Stunden Fahrtzeit von Dubai entfernt. Dort treffen die hohen Dünen der Wüste auf das Hajargebirge, was für imposante Eindrücke und dankbare Fotomotive sorgt.


Das Expeditionsteam bestand aus sechs Erwachsenen, acht Kindern, einem Hund und vier Fahrzeugen. Wir hatten sehr viel Spaß beim Dünenwandern, Bergsteigen, Offroaden, und abends beim Barbecue und Lagerfeuer. Das Wetter war mit 25 Grad und einer angenehm kühlen Nacht perfekt.





Bulldog The Jeep war natürlich auch dabei. Die Kinder bezwangen furchtlos ihre ersten Dünen, und ich durfte den Achterbahnbetreiber spielen - auf und nieder, immer wieder (Stunt ab 02:20):


Vom Geschrei der Teenies kann man schließen, dass es offensichtlich aufregender war, als es im Clip rüberkommt.

Das nächste Mal sollten es zwei Nächte sein, denn die Zeit ging viel zu schnell vorbei.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Nationalfeiertag

Während wir zwei schöne Tage im Oman verbracht haben, feierten die Locals ihren Nationalfeiertag am 2.12. Viele sind mit Herz und Seele dabei und verehren ihre Chefs wie Popstars.


Das mag für den Westler ungewohnt sein, hat aber wenig vom erzwungenen Personenkult der Art, wie man es aus Syrien oder dem Irak kannte. Das Land basiert auf einer Stammeskultur, man schaut zum Oberhaupt auf. Ihm wird gefolgt, aber auch Führung erwartet. Das wäre jetzt ein schöner Einstieg in die Diskussion, ob die Region auch Demokratie könnte. Aber das hier ist ja kein politischer Blog.

Noch ein bisschen kurzweilige Staatskunde:
1. Ein Filmportrait ohne allzu schlimme Übertreibungen
2. Ein historischer Film aus einer anderen Zeit
3. Wilfried Thesigers Reisebuch durch das Empty Quarter