Freitag, 24. April 2015

Der Filmtipp zum Wochenende

Im Fernsehen gibt es unzählige Urlaubsreportagen aus Dubai, und sie sind immer gleich. Vor allem gleich oberflächlich, denn sie erzählen nichts vom Leben und Arbeiten hier in den UAE.

Wer zu letzterem etwas erfahren will, dem empfehle ich den Spielfilm City of Life. Es ist einer der seltenen Kinofilme aus den UAE, sehr gut gemacht, mit guten Schauspielern. Eine Inhaltsangabe findet sich auf IMDB.


Es gibt den Film in voller Länge und HD auf YouTube: https://youtu.be/qknF5_ecxMA. Es ist die Originalfassung auf Arabisch, also einfach in den Settings englische Untertitel aktivieren (Zahnrad-Icon am unteren Bildrand).



Dienstag, 21. April 2015

Ein Auto wie aus einem Disney-Film

Zwischendurch ein Beitrag für Autofans. Automobile Verrücktheiten gibt es in Dubai ja viele. Das hier ist aber schon was besonderes. Da hat sich ein Emirati eine Zugmaschine besorgt und zum Pickup umbauen lassen., inklusive schöner Lackierung in den Farben der Nationalflagge. Beachtenswert außerdem der Einstieg, oder besser: Aufstieg ins Fahrzeug.


Erfüllt vermutlich nicht die Euro-4 Norm. Muss er auch nicht, ist schließlich ein Truck. Für hiesige Verhältnisse durchaus stilvoll. Einen Strafzettel wegen Falschparken muss er nicht fürchten. Der blaue Mitsubishi sieht daneben wie ein Spielzeug aus.

Dienstag, 14. April 2015

Ersatzurlaub

Um das Indien-Desaster schneller zu vergessen, haben wir noch ein paar Tage in einem Beach Resort im Oman verbracht. Diesmal hatten wir sogar alle Pässe dabei! Die letzte Einreisehürde war dann aber eine ganz andere, aufgestellt von einem omanischen Militärpolizisten:

You have car insurance? --- Yes!
Where you go? --- We stay in Millenium Hotel.
Where you from? --- From Germany.
Aaah, Germany! What is your favorite club? --- Äh ... Bayern München.
Mine is Borussia Dortmund. But you can go!

Glück gehabt! Auf der Rückreise dann eine ähnliche Geschichte, diesmal auf UAE-Seite beim Abstempeln der Pässe. Sagt der junge Emirati:

Aaah, Germany! Deutschland! Guten Tag! Wie geht es? Heute ist heiß, ja? I just came back from Munich three days ago, it had zero degrees. I looove Germany, nice people.

Das hört man gerne, weil nicht so oft. Ein weltoffenes Volk hier in unserer Ecke, gut informiert. Auch im Oman wird um den BVB gezittert. Wenn das kein Trost im Abstiegskampf ist.

Am ersten Tag unternahmen wir eine Tour ins Wadi Al Abyad, danach haben wir nur noch gechillt. Möglicherweise könnte man es da eine volle Woche aushalten.



Samstag, 11. April 2015

Was macht das Wasser hier?

Gerade entdeckt: Die hiesige Version der Fränkischen Seenplatte. Dort, wo vor kurzem noch Wüste war, findet man nun Süßwasserseen, umgeben von tausenden neu gepflanzten Bäumen. Nicht nur die Menschen hier sind begeistert von der so transformierten Landschaft, sondern vor allem die Vögel (siehe Artikel).

Hier riecht's wie am Nürnberger Dutzendteich.

Die Tiere sind dank Fütterung nicht sehr scheu.

Eine schlüssige Interpretation steht noch aus.

Einer von vielen blühenden Bäumen.

Surreale Eindrücke, unerwartet.

Die große Seenplatte...

...ist immer gut für ein Picknick.

Ein Panoramabild (hier in hoher Auflösung):


Ein Dronenvideo wurde bereits von jemand anderem gedreht, also musste ich das nicht mehr tun. Es wurden dabei keine unbeteiligten Enten erschossen:



Montag, 6. April 2015

Ein Nestbaukünstler

Direkt über dem Eingang zur Garage hat ein Vöglein sein kunstvolles Nest gebaut und brütet nun seine Jungen aus.


Die GoPro hat die Mama gefilmt, wie sie ausgiebig die Kamera beäugt. Wer weiß, um welchen Vogel es sich handelt?


(Aufgenommen mit 120 fps und verlangsamt auf 48 fps.)

Samstag, 4. April 2015

Aprilscherz? Weit gefehlt!

Manch einer meiner Millionen Leser hat den letzten Beitrag wegen des Datums nicht ernst nehmen können. Ich muss leider bestätigen, dass diese Tragikomödie genau so passiert ist. Als Beweis (insofern Fotos heutzutage noch Beweiskraft haben) zwei Bilder vom Sandsturm am Wochenende, samt Link zum Zeitungsartikel. Das war ein ziemlich dickes Ding.



Wir sind daheim und verbringen Quality Time als Familie mit diversen Tagesunternehmungen, Ausschlafen bis in die Puppen (bes. Johanna) und viel Zeit zum "Chillen".

Mittwoch, 1. April 2015

Wenn's mal schiefgeht, dann richtig!

In der englischen Militärsprache gibt es das schöne Wort Clusterfuck, welches unseren Versuch, nach Indien zu kommen, gut zusammenfasst. Schon beim Packen am Vorabend ging es los:

Was gesagt wurde:
Mann: Hast du die Pässe?
Weib: Ja.
Was gemeint war:
Mann: Hast du alle Pässe, und hast du sie eingepackt?
Weib: Ein paar liegen hier rum, keine Ahnung wo deiner ist.

Ich packe meinen Pass IMMER selbst ein, nur diesmal nicht (Grund siehe oben). In der Früh auf halbem Weg nach Abu Dhabi hab ich's gemerkt und lies das Taxi umkehren. Pass geholt, zurückgerast, und natürlich: Dichter Nebel, schwerer Unfall voraus, Stau, Flug verpasst, alles Scheiße. Das war ein Ding zuviel für unseren Zeitpuffer. 

Daraufhin Flüge auf die Nacht umgebucht und den Tag in Abu Dhabi statt in Kerala verbracht. Abends am Flughafen die Meldung, dass der Flug zwei Stunden verspätet ist. Am Check-In-Schalter dann die Katastrophe: "Und wo haben Sie Ihre Visa?"

Da war mir sofort klar, das wird nichts mehr. Wir hatten kein Touristenvisa beantragt! Die Agentur, über die wir das Package gebucht hatten, hat nichts gesagt außer: No problem. Schwerer Anfängerfehler! Wenn ein Inder sagt "No Problem", dann müssen alle Alarmglocken angehen! Trotz meiner Erfahrung mit dem Volk habe ich sie nicht gehört. Selber schuld.

Ich wusste zwar, dass es bei den Weltmeistern der Bürokratie seit kurzem eine Visa-on-arrival Regelung gibt. Dafür muss man aber lange vor dem Flug ein kafkaeskes Formular online ausfüllen, Foto hochladen, und noch dazu $90 abdrücken. Das hätte sich SO einfach googeln lassen, aber wir waren eben ein bisschen überlastet und dachten, die Agentur kümmert sich schon, wozu hat man eine. Wie naiv, hahaha...

Außer Spesen also nix gewesen. So einen Bock haben wir noch nie geschossen. Und am Morgen dachte ich noch: Oooch, eigentlich würde ich jetzt gerne liegenbleiben und im Haus abhängen. Careful what you wish for! Oma hätte wohl gesagt: Wer weiß, wozu es gut war...

Wir geben aber nicht auf und werden das nachholen. Jetzt bleiben wir erst mal hier und unternehmen zusammen ein paar Dinge von unserer langen "Dubai Bucket List".

Donnerstag, 26. März 2015

Endlich Ferien!

Faschingsferien gibt es hier nicht, alle haben seit Neujahr durchgearbeitet. Das waren zwölf Wochen am Stück, und ich kann mich noch gut erinnern, wie stressig dieser Teil des Schuljahres immer gewesen ist.

Jetzt sind endlich die Osterferien da, und wir fliegen für eine Woche nach Indien. Conny und ich haben dort vor über 20 Jahren verrückte Dinge erlebt und ebenso verrückte Menschen getroffen. Jetzt will ich das Land mal den Kindern zeigen und außerdem sehen, wie es sich seitdem verändert hat. 

Mit den Kiddies will das freilich etwas besser geplant sein als damals bei uns. Wir haben daher ein Package gebucht für das schöne Kerala im Südwesten. Sehr grün, sehr bergig, viel Strand. Wir haben ein dickes SUV mit Fahrer für uns allein. Die Hotels ("Deluxe", schaun mer mal) sind gebucht und die Route steht fest. Ich kann's kaum erwarten. Näheres in zwei Wochen.

Was es sonst noch Neues gibt: Lena hat ihren Führerschein und kriegt den Jeep. Johanna hat die Zulassung zum IB (dem internationalem Abi) in der Tasche. An der musikalischen Front hatte Carl beim Osterfest der DISD seinen ersten Auftritt mit der kleinen Schulband. Lena und Johanna haben wieder beim Schulmusical mitgewirkt.


Er schrubbt genauso wie ich damals, aber das wird schon. Mittlerweile macht es ihm sogar Spaß, und man muss ihn nicht mehr hinprügeln.


Dienstag, 17. März 2015

Damit hat er nicht gerechnet

Mal wieder etwas skurriles aus der Gulf News. Regelmäßige Leser wissen bereits, dass in Indien eine Toilette im Haus dem Eheglück förderlich ist. Ebenso verhält es sich mit grundlegenden Rechenkünsten. Hier ein Mathetest der besonderen Art, last minute im Wortsinn:



Donnerstag, 12. März 2015

Piloten unter sich

Wir mussten mal wieder raus und haben uns spontan einer Truppe angeschlossen, zu der auch mein Offroad-Kollege und Pilot Geoff aus Kanada gehört. Wie sich herausstellte, waren alle anderen auch Piloten, und entsprechend interessant waren die Gespräche. Ich weiß jetzt, dass sich ein A380 genauso leicht fliegt wie der A320, kaum träger ist, dafür aber stabiler im Wind liegt.

Gebiet um Al Faqa, idylisch und friedlich

Gleich nachdem wir die Straße in Richtung Dünen verlassen hatten, blieb die Hälfte auf gerader Strecke im Sand stecken. Mann, ich kann nur hoffen, dass die Jungs besser fliegen können als sie fahren! Das gilt natürlich nicht für Captain Geoff, der alle rausgezogen hat und dann mit mir in unseren Uralt-Spaß-Autos noch ein paar Runden gedreht hat.


Wir hatten einen entspannten Nachmittag mit sehr netten Leuten.